Schlafberatung
Schlafposition
Worauf Sie je nach Schlafposition bei der Matratzenauswahl achten können.
Ob Sie auf der Seite, auf dem Rücken oder auf dem Bauch schlafen, kann beeinflussen, worauf Sie bei einer Matratze achten möchten. Es ist aber nur ein Faktor unter mehreren und keine Vorgabe: Persönliches Liegegefühl, Körpergewicht, Härtegrad-Angabe, Aufbau und Materialien spielen mit hinein. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Sie je nach Schlafposition achten können, ohne aus der Position ein bestimmtes Produkt oder einen bestimmten Härtegrad abzuleiten.
Welche Rolle spielt die Schlafposition bei der Matratzenauswahl?
Die Schlafposition bestimmt, wie sich Ihr Körpergewicht auf der Liegefläche verteilt. Das kann beeinflussen, wie sich eine Matratze für Sie anfühlt und welche Eigenschaften Ihnen wichtig sind.
Die Schlafposition ersetzt aber nicht die übrigen Fragen der Auswahl. Mehrere Faktoren spielen zusammen:
- Ihr persönliches Liegegefühl
- Ihr Körpergewicht
- die Härtegrad-Angabe des Herstellers
- Aufbau und Materialien der Matratze
- ob Sie allein oder zu zweit schlafen
- die Größe
Einen Überblick über den gesamten Auswahlprozess bietet der Matratzenberater.
Matratze für Seitenschläfer
In Seitenlage liegen Schulter und Hüfte vergleichsweise deutlich auf der Matratze auf. Viele Seitenschläfer achten deshalb darauf, wie die Matratze in diesen Bereichen nachgibt und wie sich das Liegen insgesamt anfühlt.
Wie stark eine Matratze nachgibt, hängt von mehreren Dingen ab: vom Körpergewicht, vom Aufbau, von den verwendeten Materialien und davon, wie Sie Festigkeit empfinden. Eine feste Vorgabe, wie weit Schulter oder Hüfte einsinken sollten, gibt es nicht. Weder eine weichere noch eine festere Matratze ist automatisch besser für Seitenschläfer.
Seitenschläfer können zum Beispiel darauf achten:
- wie sich die Matratze in Seitenlage anfühlt, nicht nur in Rückenlage
- wie die Matratze an Schulter und Hüfte reagiert
- wie Aufbau und Komfortschichten beschrieben werden
- was der Hersteller zum Härtegrad angibt, als Orientierung
Matratze für Rückenschläfer
In Rückenlage verteilt sich das Körpergewicht auf einer größeren Fläche. Rückenschläfer achten oft auf den Gesamteindruck: Wie gleichmäßig fühlt sich die Liegefläche an, und wie tief sinken sie in die Matratze ein?
Eine festere Matratze ist dabei nicht automatisch besser für den Rücken, und eine weichere nicht automatisch schlechter. Die Festigkeit ist ein Faktor unter mehreren. Wie sich Unterstützung anfühlt, ist individuell.
Rückenschläfer können zum Beispiel darauf achten:
- wie gleichmäßig sich die Matratze insgesamt anfühlt
- wie tief sie einsinken und ob ihnen das angenehm ist
- wie der Hersteller Aufbau und Härtegrad beschreibt
Matratze für Bauchschläfer
In Bauchlage liegt das Gewicht der Körpermitte auf der Matratze. Manche Bauchschläfer achten deshalb darauf, wie tief die Körpermitte einsinkt.
Eine bestimmte Festigkeit schreiben wir für Bauchschläfer nicht vor. Wie tief jemand einsinkt, hängt vom Körpergewicht, vom Aufbau und von den Materialien ab, und wie sich das anfühlt, ist eine persönliche Frage. Auch hier ist die Schlafposition ein Orientierungspunkt und keine Regel.
Wenn Sie die Schlafposition wechseln
Viele Menschen liegen in der Nacht nicht immer gleich. Wer die Position wechselt, kann darauf achten, wie sich die Matratze in mehreren Lagen anfühlt, statt nur eine Position in den Mittelpunkt zu stellen. Entscheidend ist dann eher, wie sich die Matratze in verschiedenen Positionen für Sie anfühlt. Auch hier gilt: persönliches Liegegefühl und die Aufbau-Beschreibung des Herstellers sind wichtiger als die Schlafposition allein.
Schlafposition und Härtegrad
Aus der Schlafposition lässt sich kein bestimmter Härtegrad ableiten. Härtegrade wie H3 oder H4 sind Herstellerklassifikationen und nicht einheitlich standardisiert: Ein H3 eines Herstellers muss sich nicht wie ein H3 eines anderen anfühlen. Körpergewicht, Aufbau, Materialien und persönliche Vorlieben beeinflussen, wie sich ein Härtegrad anfühlt.
Nutzen Sie den Härtegrad deshalb als Orientierung. Was H1 bis H5 bedeuten und warum Tabellen nur eine grobe Orientierung bieten, erklärt der Härtegrad Ratgeber.
Welche Rolle spielt das Körpergewicht?
Das Körpergewicht kann beeinflussen, wie stark eine Matratze belastet wird und wie fest oder weich sie sich dadurch anfühlt. Daraus lässt sich in Verbindung mit der Schlafposition kein bestimmter Härtegrad ableiten. Wir geben hier bewusst keine Zuordnung von Gewicht, Position und Festigkeit an.
Hybrid oder Memory Foam?
Auch die Bauart beeinflusst das Liegegefühl, unabhängig von der Schlafposition:
- Hybridmatratzen verbinden einen Taschenfederkern mit Komfortschichten aus Schaumstoff.
- Memory-Foam-Matratzen bestehen aus Schaumstoffschichten ohne Federkern.
Beide Bauarten fühlen sich unterschiedlich an, und keine ist grundsätzlich besser für eine Schlafposition. Bei Lunessa gehören Zenith, Saphire, Nivora und Aura zu den Hybridmatratzen, Zenova und Nexora zu den Memory-Foam-Matratzen. Zum Stöbern: Hybridmatratzen, Memory-Foam-Matratzen und Alle Matratzen.
7-Zonen-Unterstützung und Schlafposition
Fünf der sechs Lunessa Matratzen verfügen über eine 7-Zonen-Unterstützung. Dabei ist die Liegefläche in sieben Bereiche gegliedert. Wie Sie diese Zonierung wahrnehmen, hängt unter anderem von Körperbau, Schlafposition und persönlichem Liegegefühl ab. Eine bestimmte Wirkung für eine Schlafposition lässt sich daraus nicht ableiten.
Wenn zwei Personen unterschiedlich schlafen
Wenn zwei Personen eine Matratze teilen, liegen sie oft in unterschiedlichen Positionen. Dann kommen weitere Fragen hinzu, etwa das bevorzugte Liegegefühl, die Bewegungsübertragung und ausreichend Breite. Mehr dazu im Ratgeber Matratze für Paare.
So grenzen Sie Ihre Auswahl ein
- Schlafposition: In welcher Lage schlafen Sie überwiegend, und wechseln Sie die Position?
- Liegegefühl: Wünschen Sie ein eher weiches oder ein eher festes Gefühl?
- Härtegrad: Was gibt der Hersteller an, und wie beschreibt er die Angabe?
- Körpergewicht: Passt die vom Hersteller genannte Belastbarkeit pro Person, sofern angegeben?
- Bauart: Hybrid mit Federkern oder Memory Foam?
- Produktinformationen: Wie werden Aufbau und Materialien des Modells beschrieben?
- Allein oder zu zweit: Spielen unterschiedliche Positionen und Vorlieben eine Rolle?
Das Ergebnis ist eine Vorauswahl und keine Vorgabe.
Häufige Fragen
Welche Matratze eignet sich für Seitenschläfer?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Seitenschläfer achten häufig darauf, wie die Matratze an Schulter und Hüfte nachgibt. Wie sich das anfühlt, hängt aber von Körpergewicht, Aufbau, Materialien und persönlichem Liegegefühl ab. Eine Matratze, die allein wegen der Schlafposition für alle Seitenschläfer passt, gibt es nicht.
Welcher Härtegrad passt zu Seitenschläfern?
Die Schlafposition legt keinen bestimmten Härtegrad fest. Härtegrade sind Herstellerangaben, nicht einheitlich standardisiert und nur eine Orientierung. Mehr im Härtegrad Ratgeber.
Welche Matratze eignet sich für Rückenschläfer?
Auch das hängt von mehreren Faktoren ab. Rückenschläfer achten oft auf den Gesamteindruck der Liegefläche und darauf, wie tief sie einsinken. Eine bestimmte Matratze oder Festigkeit lässt sich aus der Rückenlage allein nicht ableiten.
Welche Matratze eignet sich für Bauchschläfer?
Bauchschläfer achten häufig darauf, wie tief die Körpermitte einsinkt. Welche Matratze passt, hängt aber von Körpergewicht, Aufbau, Materialien und persönlichem Liegegefühl ab. Eine bestimmte Festigkeit lässt sich aus der Position nicht ableiten.
Was ist, wenn ich meine Schlafposition häufig wechsle?
Dann kann es sinnvoll sein, darauf zu achten, wie sich die Matratze in mehreren Positionen anfühlt, statt nur eine Position zu berücksichtigen.
Ist eine harte Matratze besser für den Rücken?
Nein, daraus lässt sich keine allgemeine Regel ableiten. Wie fest oder weich eine Matratze als angenehm empfunden wird, ist individuell. Der Härtegrad allein erlaubt keine Aussage darüber, welche Matratze bei Rückenbeschwerden geeignet ist.
Weitere Ratgeber
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Matratzenberater
Überblick über die wichtigsten Auswahlkriterien und die Lunessa Matratzen.
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Härtegrad Ratgeber
Härtegrade verstehen und als Orientierung einordnen.
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Matratze für Paare
Bewegungsübertragung, Platz und Liegegefühl, wenn zwei Personen eine Matratze teilen.
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Matratzengrößen
Passende Maße für Bett, Raum und Schlafsituation finden.